Das sagt der Verlegerverband SCHWEIZER MEDIEN zum Nein

Der Bundesrat und das Schweizer Parlament wollten die Medien mit bis zu 150 Millionen Franken unterstützen. Das Stimmvolk hat das Massnahmenpaket jedoch mit knapp 55 Prozent der abgegebenen Stimmen abgelehnt. Der Verlegerverband SCHWEIZER MEDIEN bedauert, dass das Massnahmenpaket keine Mehrheit fand. Die Gründe für das Nein gelte es nun sorgfältig zu eruieren, heißt es in einer Presseinformation des Verbandes.

Die Schweizer Stimmbevölkerung hat sich gegen das Massnahmenpaket zugunsten der privaten Schweizer Medien ausgesprochen. Das Medienpaket hätte einen Ausbau der bestehenden Medienförderung während der kommenden sieben Jahre vorgesehen – ein dringlicher Beitrag zu guten Rahmenbedingungen, um die Vielfalt und die Qualitäten der Schweizer Medienlandschaft zu erhalten, erklärt der Verlegerverband.

Der Verlegerverband SCHWEIZER MEDIEN hat sich gemeinsam mit seinen Schwesterverbänden Médias Suisses und Stampa Svizzera für ein JA zum Medienpaket eingesetzt und bedauert die Ablehnung durch die Schweizer Stimmbevölkerung ausserordentlich. Verlegerpräsident Pietro Supino sieht das NEIN nicht als Votum gegen die Schweizer Medien. „Der vom Parlament ausgearbeitete Kompromiss war bedauerlicherweise nicht mehrheitsfähig. Die Gründe gilt es zu eruieren. Es muss weiterhin das Ziel der Medienbranche sein, möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern Zugang zu qualitativ-hochstehendem und unabhängigem Journalismus zu ermöglichen. Denn dies ist eine Voraussetzung für ein freiheitliches demokratisches Gemeinwesen.“

Die Schweizer Medienbranche befinde sich inmitten einer umfassenden Transformation. Gleichzeitig stark sinkende Werbeeinnahmen stellten die privaten Medienunternehmen vor grosse Herausforderungen. Mit dem Nein zum Medienpaket würde die Chance verpasst, die privaten Schweizer Medien in dieser wichtigen Phase der Transformation zu unterstützen. Für die privaten Medienunternehmen blieben die Herausforderungen damit unverändert gross: Es gilt, die Bürgerinnen und Bürger tagtäglich verlässlich zu informieren und gleichzeitig die Transformation des Geschäftsmodells in die digitale Welt voranzutreiben.

Der VSM setze sich weiterhin für eine starke Medienlandschaft und damit für die verlässliche, qualitativ hochstehende Information der Bürgerinnen und Bürger ein. Gute Rahmenbedingungen für die privaten Schweizer Medien durch einen Ausbau der heutigen Medienförderung seien dabei genauso wichtig wie die Förderung der Medienkompetenz oder die anstehende Regulierung globaler Internetplattformen.

Foto: Pixabay.com / kalhh

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