Hannes Britschgi verlässt die Ringier Journalistenschule

Insgesamt 12 Jahre hat Hannes Britschgi als Leiter der Ringier Journalistenschule gewirkt. Nun hat er seinen Rücktritt als Schulleiter angekündigt. Er wird im Frühjahr 2022 die Leitung in neue Hände übergeben. Die Suche nach einem Nachfolger bzw. einer Nachfolgerin hat bereits begonnen.

Im kommenden Frühjahr wird der renommierte Journalist Hannes Britschgi seine Tätigkeit als Leiter der Ringier Journalistenschule beenden. „Der Start des neuen Jouschu-Jahrgangs ist für mich der ideale Moment für eine geordnete Übergabe. Mit 67 Jahren ist es Zeit, an jüngere Kräfte zu übergeben“, sagt Hannes Britschgi. „Ich verlasse das Verlagshaus Ringier nach 17 intensiven Jahren. Ich danke Michael Ringier, Marc Walder, Frank A. Meyer und allen Kollegen und Kolleginnen für das grosse Vertrauen, das sie mir in all meinen Tätigkeiten entgegengebracht haben.“

Hannes Britschgi kann immerhin auf eine bald 40-jährige Medienkarriere zurückblicken. Nach dem Anwaltspatent begann sie beim Schweizer Fernsehen. Im Sendeformat „Karussell“ überzeugte er mit seinem Moderationstalent und Gespür für intelligente und unterhaltsame Gesprächsführung. Als Moderator der „SRF-Rundschau“ sowie in den Formaten „Max“ und „Kassensturz“ kam ihm seine kultivierte, charmant-hartnäckige Fragetechnik zugute, für die er 1997 mit dem TELE-Preis ausgezeichnet wurde. Nach 15-jähriger Fernsehtätigkeit wechselte er 2001 in den Zeitungs- und Zeitschriften-Journalismus und wirkte drei Jahre als Chefredaktor des Schweizer Nachrichtenmagazin „FACTS“, bevor er für Ringier die Programmleitung von „Ringier TV“ übernahm und dort neue Formate schuf wie „Genial daneben“ oder „Ricardo-Hammershow“.

Es folgten drei erfolgreiche Jahre als Chefredaktor des SonntagsBlick. In dieser Zeit engagierte er sich am Aufbau des Blick-Newsrooms. Als Ringier-Publizist prägte er die Formate „Blick on Tour“ und die Politkolumne „Bellevue-Bar“ im Blick am Abend. 2011 übernahm Hannes Britschgi die Leitung der Ringier Journalistenschule. Damit führte Britschgi die Reihe hochkarätiger Vorgänger fort – Werner Meier (1974-1978), Franz C. Widmer (1979-1986), Manuel Isler (1987-1998), Fridolin Luchsinger (1998-2009) und Jürg Lehmann (2009-2010). Hannes Britschgi entwickelte ein zweijähriges Ausbildungsmodell und forcierte das digitale Handwerk im Schulprogramm, ohne dabei das klassische zu vernachlässigen.

Die Blick-TV-Innovation begleitete er intensiv mit Video- und Auftritts-Kursen. Zur Reflexion über gesellschaftliche Entwicklungen lud Britschgi herausragende Persönlichkeiten in das Debattenforum „Denkwerkstatt“ ein. Als Host des Blick-Mediacamp und Organisator der „YouNews“-Medienwoche vermittelte er Jugendlichen einen ersten Einblick in die Welt der Medien. Über seine Tätigkeit bei Ringier hinaus engagiert sich Hannes Britschgi seit sieben Jahren als Jurypräsident des Zürcher Journalistenpreises. Als Mitglied des Stiftungsrates initiierte er die Trägerschaft der drei grossen Zürcher Verlagshäuser NZZ Mediengruppe, Ringier AG und Tamedia.

Die frühzeitige Ankündigung des Rücktritts ermöglicht es der Ringier AG und der Hans Ringier Stiftung gemeinsam mit Hannes Britschgi eine optimale Nachfolgeregelung zu finden, über die zu gegebener Zeit informiert wird.

Zu den Absolventen der 1974 als Ausbildungsoffensive des Verlegers Hans Ringier und seines Direktionspräsidenten Heinrich Oswald gegründete Ringier Journalistenschule zählen u.a. Arthur Honegger (10vor10-Moderator SRF), Christian Dorer (Chefredaktor Blick-Gruppe), Martin Beglinger (NZZ-Autor), Rita Flubacher (Wirtschaftsjournalistin Tages-Anzeiger), Peer Teuwsen (NZZ-Autor), Silvia Binggeli (Ex-Annabelle und designierte Schweizer Illustrierte Chefredaktorin) oder Ueli Schmezer (SRF Kassensturz-Moderator). Auch Michael Ringier und Marc Walder haben die Ausbildung an der hauseigenen Journalistenschule absolviert.

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